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09.03.2010 - Lokalsport
«Habe eine Rechnung offen»
Um ihren zweiten Ironman Hawaii bestreiten zu können, muss die Salezerin Anita Lenti Rang eins in ihrer Kategorie 45 bis 49 Jahre an einem anderen Ironman-Rennen belegen. Morgen reist sie nach China ab, um ihr Ziel zu erreichen.
Von Robert Kucera Triathlon. – Wenn am 9. Oktober zum Ironman Hawaii, der als Weltmeisterschaft gilt, gestartet wird, will Anita Lenti aus Salez mit von der Partie sein. So wie letztes Jahr. Ihre erste Teilnahme reichte ihr nicht. «Ich habe mit dem Ironman Hawaii noch eine Rechnung offen», sagt die 45-Jährige. Mit der Zeit von 11:02 Stunden zeigt sie sich zwar zufrieden und im Rückblick hält Lenti Folgendes fest: «Ich schwamm sehr gut und bin auch mit dem Radfahren sehr zufrieden. Doch was ich von mir auf der Laufstrecke erwarte, hat nicht geklappt.» Somit blieb das Gefühl bestehen, dass sie es noch besser machen könnte. «Es war nicht das perfekte Rennen.» Dieses soll nun 2010 gelingen. Verletzung behindert Lenti nicht Doch für den Flug nach Hawaii ist ein Umweg via China nötig. Denn dort bestreitet Anita Lenti am 14. März ein Ironman-Rennen. In Asien will sie sich für das Rennen auf Hawaii qualifizieren. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es in ihrer Kategorie (45 bis 49 Jahre) den ersten Platz. «Mein Körper ist parat», sagt sie selbstbewusst und hat sich nicht einmal durch den Radunfall am 4. Januar mit zehntägiger Pause aus dem Tritt bringen lassen. Am Ellbogen sieht man noch die Naht, und Lenti gibt zu, dass sie nicht schmerzfrei ans Rennen nach China reist. «Es behindert mich aber nicht.» Hier kommt eine ihrer Stärken voll zum Tragen. Sie ist sehr stark im Kopf und kann vollkommen abschalten, wenn es die Situation erfordert. Ein spezieller Trainingsort Mit mentalen Fähigkeiten allein qualifiziert man sich allerdings nicht für den Ironman Hawaii. Die gebürtige Ungarin trainierte 20 Stunden in der Woche, meist im Hallenbad Eschen. Hier schwamm sie ihre Einheiten, aber vor allem schwitzte sie auf dem Rad, das sie auf Rollen im Aufenthaltsraum über dem Schwimmbecken aufstellte. Bei tropischen Verhältnissen mit Temperaturen um 32 Grad und über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit simuliert sie asiatische Verhältnisse. Im letzten Jahr, als sie sich in Malaysia für Hawaii qualifizierte, ging es voll auf. «Damals haben mich einige ausgelacht. Dieselben Leute winken mir nun beim Training zu», so Lenti, die stur und unbeirrt ihren Weg auch heute noch geht. Stets unterstützt wurde sie von den Bademeistern, die stündlich einmal nachschauen, wie es der Triathletin geht. Der Kreis schliesst sich Anita Lenti zweifelt nicht am erfolgreichen Gelingen ihres Plan. Sollte es dennoch nicht reichen, freut sie sich auf einen anderen Saisonhöhepunkt: Weltmeisterschaften über die olympische Distanz in Budapest. Hier würde sich dann der Kreis schliessen. 2004, an den Weltmeisterschaften in Lausanne, startete sie noch für Ungarn. Nun würde sie die Schweiz in ihrem Heimatland vertreten.
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