Zürich. - Die heute 36-jährige Frau bestreitet jegliche Schuld. Sie belastet ihren Mann, den Vater der Zwillinge. Dieser war nach der Tat ebenfalls in Untersuchungshaft genommen worden.
Die Ermittlungen konnten dann aber den Verdacht gegen ihn nicht erhärten, wohl aber jenen gegen die Mutter. Während er auf freien Fuss gesetzt wurde, ist die Frau nach wie vor in Haft.
Staatsanwalt Markus Oertle klagt auf mehrfachen Mord. Einen Strafantrag will er erst nach den Befragungen im Geschworenengericht stellen. Die Plädoyers der Parteien sind auf den 23. März vorgesehen. Das Urteil wird voraussichtlich am 26. März eröffnet.
Wegen des grossen öffentlichen Interesses und weil das Geschworenengericht während der Umbauarbeiten am Obergericht in einem Provisorium ohne grossen Saal tagt, werden die Verhandlungen per Video an einen anderen Ort übertragen.
Während letzten Sommer zwei aufsehenerregende Prozesse in einem Raum der Universität mitverfolgt werden konnten, erfolgt die Übertragung diesmal in einen Konferenzraum des Hallenstadions.
Dies hatte im Vorfeld zu Kritik Anlass gegeben: Das Hallenstadion werde assoziiert mit Unterhaltung und sei deshalb kein geeigneter Ort, um einen derart tragischen Fall zu verfolgen. (sda)