|
31.07.2010-
Aktuell
Schleiereulen im Rheintal vermehren sich
Die Schleiereulen im Rheintal produzieren fleissig Nachwuchs. Das Vorzeige-Schleiereulenpaar in Montlingen ist bereits an der zweiten Brut. Die Aufzucht der Jungvögel lässt sich per Webcam im Internet (www.pro-riet.ch) beobachten.
Montlingen. – Die Schleiereulen fühlten sich offensichtlich wohl auf dem Hof Steigmatt in Montlingen, schreibt der Verein Pro Riet Rheintal, der das Artenförderungsprojekt zusammen mit der Vogelwarte Sempach und interessierten Landwirten aus der Region betreut.
Zweitbrut hat begonnen Parallel zur Aufzucht aus der ersten Brut habe das Schleiereulenpaar mit der Zweitbrut begonnen. Solche «Schachtelbruten» seien bei Schleiereulen nichts Ungewöhnliches. Als am 10. Juli die Zweitbrut startete, mussten im Nistkasten nebenan noch die Jungvögel der Erstbrut mit Futter versorgt werden. Währenddem die flüggen Jungvögel der Erstbrut immer seltener im Nistkasten auftauchten, stieg die Zahl der Eier im benachbarten Kasten bis Ende Juli auf stattliche acht.
Erfolgreiche Brutsaison Das Montlinger Schleiereulenpaar nutzt zwei von 160 Nistkästen, die zwischen Au und Oberriet montiert wurden. Ziel des Projekts ist es, die Schleiereulen- und Turmfalkenbestände im St. Galler Rheintal durch ein grosszügiges Nistkastenangebot und Lebensraumaufwertungen zu fördern. Auch sonst verlief laut dem Verein (www.pro-riet.ch) die Brutsaison im St. Galler Rheintal bisher erfreulich. Zeitgleich zur Erstbrut auf der Steigmatt zog ein zweites Schleiereulenpaar in Rebstein sechs Jungvögel gross.
3000 Mäuse in drei Monaten Gesamtschweizerisch sehe die Situation weniger rosig aus. Zwei harte Winter in Folge haben den Schleiereulenbestand stark zurückgehen lassen. Die Vogelwarte Sempach rechnet mit mehreren Jahren, bis dieses Tief überwunden ist. Der Fortpflanzungserfolg der Schleiereule hängt wesentlich vom Mäusebestand ab. Eine durchschnittliche Schleiereulenfamilie fängt alleine während der dreimonatigen Aufzuchtzeit bis zu 3000 Mäuse. (sda)
zurück
|