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30.07.2010-
Aktuell
1. August – ein Stresstag für viele Tiere
Der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg ruft die Bevölkerung auf, mit Feuerwerken massvoll umzugehen. Denn der 1. August bedeutet für Tiere immer viel Stress.
Region. – Der massvolle Umgang mit Feuerwerk sei insbesondere auch in der Nähe von Ställen oder weidenden Tieren wichtig, schreibt der Tierschutzverein in seiner Medienmitteilung. «Nebst Schweinen, Kühen und Schafen reagieren besonders Pferde empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen.»
Fliehen oder verkriechen Gedanken- und Rücksichtslosigkeit sind dafür verantwortlich, dass Jahr für Jahr am 1. August Tiere in panischer Angst fliehen oder sich vor Angst zitternd in die nächste Ecke verkriechen. Das Hörvermögen der Hunde ist doppelt so gut wie das des Menschen. Ud bei Katzen ist es sogar fünfmal empfindlicher. Feuerwerk bedeute für viele Tiere panische Angst und Stress, so der Tierschutzverein. Vor allem Heimtiere reagieren auf die Knallkörper. Während sich Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen einfach verkriechen, beginnen viele Hunde stark zu hecheln, zu zittern, bekommen Durchfall, jaulen oder bellen ununterbrochen aus lauter Angst. Der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg empfiehlt den Tierhaltern, für einen ruhigen Ort zu sorgen, wo sich ihre Heimtiere zurückziehen können. Sie sollten auch niemals alleine gelassen werden. Tiere nicht trösten Viele Hundehalter versuchen das Tier zu trösten. Diese menschliche Reaktion wird vom Hund aber als falsches Signal wahrgenommen. Das Tier empfindet das Trösten als Belohnung und Bestätigung für sein Verhalten. Die richtige Reaktion besteht darin, die Angst des Hundes zu ignorieren. Bei überängstlichen Tieren empfiehlt der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg, vorgängig den Tierarzt zu konsultieren, der in besonderen Fällen ein Beruhigungsmittel verschreiben kann. Wenn alles nichts nütze, bleibe nur die Flucht ins «feuerwerkfreie» Ausland, heisst es in der Medienmitteilung weiter.
Panik bei Herdentieren Auch Pferde, Kühe oder Schafe können in Panik geraten und Absicherungen oder Zäune durchbrechen und auf den Strassen für Unfälle sorgen. Gleiches ist von Wildtieren bekannt. Der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg mahnt, Feuerwerk nur in genügendem Abstand zu Weiden und Wäldern zu zünden. Holzhaufen als Todesfalle Die aufgeschichteten Holzhaufen für das 1.-August-Feuer sind für viele Kleintiere ein idealer Unterschlupf und leider auch eine Todesfalle. Igel, Mäuse, Blindschleichen, Salamander und Kröten verbrennen, wenn sich Menschen um den Scheiterhaufen versammeln und den Tieren so jeglichen Fluchtweg abschneiden. Tiere, die in Holzstapeln Unterschlupf suchen, sind in der Regel nachtaktiv und verkriechen sich vor Tagesanbruch. Der Tierschutzverein ruft dazu auf, entweder das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten oder bereits aufgeschichtete Haufen nochmals umzuschichten. (pd)
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