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09.02.2010-
Lokalsport
André Huser bester Saugumper
111 mutige Teilnehmer wagten am Samstagabend den Sprung über die Mattenschanze Wildhaus. Die grosse Mehrheit am 18. Saugumpe waren Männer und diese hatten zumeist Alpinskier angeschnallt. Mit zwei Sprüngen auf 35 Meter siegte André Huser aus Unterwasser.
Von Michelle Stäheli Skispringen. – Das traditionelle Saugumpe des Unterwasser Action Club lockte zahlreiche Zuschauer an die Mattenschanze in Wildahus. Bei teils starkem Schneefall verfolgten sie das professionell organisierte Springen und liessen sich auch von der aufkommenden Dunkelheit und Temperaturen um die Nullgradgrenze den Spass nicht verderben. Auf den Sieger der Kategorie Alpinski Herren konnte zudem bis vor Start des zweiten Durchgangs noch getippt werden. Ohne Publikum kein Saugumpe «Das Publikum war mein Ansporn», meinte der siegreiche André Huser nach seinen beiden Bestweiten. Wenn man am Saugumpe gewinnen wolle, müsse alles stimmen: ein starker Kopf, der richtige Zeitpunkt beim Absprung und natürlich die Kraft in den Beinen. «Bei der Landung habe ich gewusst, dass alles optimal war.» Nur Peter Hofstetter aus Einsiedeln, der nach dem ersten Durchgang ebenfalls den Zwischenrang eins belegte, hätte ihn noch vom Spitzenplatz verdrängen können. Doch die magische 35-Meter-Marke erreichte er im Gegensatz zu Huser nur im ersten Sprung, was ihn letztlich den Sieg kostete. Obwohl selbst Huser auf ihn getippt hatte, hielt Hofstetter dem Druck nicht stand und sprang im zweiten Durchgang zwei Meter weniger weit. Trübsal bläst er deswegen nicht: «Der Spass und das Wiedersehen mit alten Kollegen sind doch die Hauptsache, gewonnen habe ich schliesslich auch schon.» Zudem gäbe es, wie er rasch ergänzt, ohne das Springen auch kein Fest. Frauenmangel am Schanzentisch Während letztes Jahr immerhin drei Damen den Sprung über die Mattenschanze gewagt hatten, siegte die Titelverteidigerin Brigitte Vetsch vom Grabserberg dieses Jahr konkurrenzlos mit einer Gesamtweite von 53 Metern. Auch bei den Snowboardern war die Konkurrenz im letzten Jahr grösser. In der Kategorie Snowboard Herren, in welcher acht Teilnehmer starteten, siegte Maro Schuchmann aus Nesslau mit einer Gesamtweite von 46,5 Metern. In den Junioren-Kategorie Alpinski und Snowbard wagten nur vier junge Damen den Sprung. «Frauen, traut euch!», könnte also das Motto fürs nächste Wildhauser Saugumpen lauten. Einheimischer Sieg bei Junioren Die zum zweiten Mal ausgetragene Juniorenkonkurrenz erfreut sich grosser Beliebtheit: Total 25 wagemutige Springer gab es in der Kategorie Alpinski Junioren zu sehen. Sie starteten wie die Snowboarder von der kleinen Schanze. Hier sicherte sich Lokalmatador Sandro Hässig den Sieg. Der Wildhauser nutzte seinen Heimvorteil und sprang erst auf 24, dann auf 25 Meter. Auch einige Trainer der umliegenden Skiclubs waren im Zielareal anzutreffen, welche das Springen bewusst zur Nachwuchsrekrutierung nutzen. Auf einer Schanze, wo Simon Ammann einst das Fliegen lernte, gäbe es ja vielleicht das eine oder andere Jungtalent zu entdecken. Ranglistenauszug Alpinski. Damen: 1. Brigitte Vetsch (Grabserberg) 53,0 Meter. – Herren: 1. André Huser (Unterwasser) 70,0. 2. Thomas Bösch (Stein) 68,5. 3. Peter Hofstetter (Einsiedeln) 68,0. 4. Sandro Alpiger (Stein) und Markus Heierli (Alt St. Johann) 66,0. 6. Ruedi Looser (Ricken) und Philipp Wenk (Wildhaus) 65,0. 8. Lukas Bischof (Unterägeri) 62,5. 9. Andreas Zeller (Murg) 62,0. 10. Stefan Scherrer (Gams) 62,0. – Junioren: 1. Sandro Hässig (Wildhaus) 49,0. 2. Rafael Bollhalder (Wattwil) 46,5. 3. Simon Bösch (Krummenau) 45,0. 4. Roman Giezendanner (Unterwasser) 44,0. 5. Florian Högger (Grabs) 42,5. 6. Mathias Giger (Wildhaus) und Tobias Tischhauser (Sevelen) 42,0. 8. Nico Bösch (Krummenau) 40,5. 9. Jonas Bösch (Stein) und Thomas Rutz (Nesslau) 39,5. Snowboard. Herren: 1. Marco Schuchmann (Nesslau) 46,5. 2. Mathias Huber (Alt St. Johann) 46,0. 3. Bruno Wälli (Unterwasser) 44,5. – Junioren: 1. Inga Birkhölzer (Wildhaus) 14,0 (nur ein Sprung).
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