|
09.02.2010-
Lokalnachrichten
Testzentrum braucht 1,2 Millionen Franken
Mehrere Kantonsräte befürchten, dass das Wärmepumpen-Testzentrum am NTB gefährdet ist. Investitionen sind nötig, die von drei Parlamenten gutgeheissen werden müssen. Die St. Galler Regierung ist zuversichtlich, dass Buchs als Standort gesichert werden kann.
Von Gian Ehrenzeller Buchs. – Das Testzentrum prüft Wärmepumpen europäischer Hersteller nach internationalen Normen. Dabei stösst es an seine Kapazitätsgrenzen, wie mehrere Kantonsräte in einer Interpellation feststellen. Die Wartezeiten betragen bis zu zwei Jahre. Dies kritisiert die private Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) in einem Schreiben an die NTB. Sie steuert jährlich 100 000 Franken an das Testzentrum bei, ebenfalls beteiligt ist der Bund mit 140 000 Franken. Die FWS ergreift Massnahmen zur Förderung der Wärmepumpentechnik in der Schweiz. Nach ihrem Schreiben müssten ab 2011 grössere Leistungen prüfbar sein. Denn der Bund möchte bis 2020 schweizweit 400 000 Wärmepumpen installiert haben. 2008 waren es noch 110 000 Einheiten. Darum müssen die Prüfkapazitäten erhöht werden. Anforderungen, die das Buchser Testzentrum derzeit nicht erfüllt, wie die Regierung in ihrer Antwort auf die Interpellation festhält. Nach Einschätzung der NTB-Schulleitung benötigt das Testzentrum eine Anlage mit wenigstens verdoppelter Prüfapazität. Die künftig zu prüfenden, leistungsstärkeren Pumpen, benötigen zudem grössere Räumlichkeiten. Der Investitionsbedarf für eine neue Prüfanlage beläuft sich nach Einschätzung der NTB auf rund 1,2 Millionen Franken – ohne den Bau einer eventuell notwendigen Halle. Drei Parlamente müssen zustimmen Um diese Investitionen tätigen zu können, soll den Parlamenten der NTB-Träger – Graubünden, St. Gallen und Liechtenstein – in diesem Jahr ein Sonderkredit unterbreitet werden. Dass gleich drei Parlamente involviert sind, erschwere die zeitliche Planung, schreibt die Regierung in ihrer Antwort. Vorgespräche zwischen NTB und dem Kanton St. Gallen haben stattgefunden. Die Hochschule soll detaillierte Unterlagen zur neuen Anlage vorlegen. In ihrer Interpellation hatten die Kantonsräte die Befürchtung geäussert, dass das Testzentrum ohne den Ausbau in andere Landesgegenden verlagert werden könnte. Damit ginge auch Werbung für das NTB in Form des Zentrums verloren. Im Energie- wie im Hochschulbereich seien die Entwicklungen von einer hohen Dynamik geprägt, antwortet die Regierung. Dabei seien Verschiebungen an andere Standorte zu prüfen. Gleichzeitig hält die Regierung fest, dass sie grosses Vertrauen in das NTB hat. Sie zeigt sich zuversichtlich, dass mit den Ersatzinvestitionen das Testzentrum am Standort Buchs bestehen bleibt.
zurück
|