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08.02.2010-
Lokalnachrichten
Premiere für junge Künstlerin
Grosser Bahnhof am Freitagabend in den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank Obertoggenburg in Alt St. Johann.
Gegen 100 Gäste drängten sich, um an der ersten Vernissage der einheimischen Martina Tobler teilzunehmen.
Von Stefan Füeg
Alt St. Johann. – Musik im Bild, so der Titel der Ausstellung. Und genauso kommen die in Alt St. Johann ausgestellten Objekte auch daher. Mit viel Liebe zum Detail hat die 23-jährige Martina Tobler die Schwingungen der Musik, die Mimik der Musiker, die Düsternis, aber auch die Lebendigkeit auf die Leinwand gebracht.
Wer vor den Bildern steht, welche realitätsnah das Objekt zeigen, sieht sich an einem anderen Ort wieder. Es scheint fast, als entlocke der Saxofonbläser seinem Instrument tatsächlich mittelbar einen Ton, eine Tonfolge. Und der Betrachter fragt sich plötzlich: Ist das Saxofon wirklich nur auf dem Bild?
Alte Liebe rostet nicht Martina Tobler hat bereits als Kind die Liebe zum Malen, zum Gestalten, entdeckt. «Schon früh habe ich alles Mögliche gezeichnet, gemalt, gebastelt», so die quirlige Künstlerin. Nach der Schule folgte die Lehre als technische Operations-Assistentin, zurzeit besucht sie den Vorkurs an der Kunstgewerbeschule St. Gallen.
Mirjam Tobler, die jüngere Schwester der Malerin, hielt die Laudatio. «Sie muss alles ausprobieren, Techniken wie Sujets, sie versteht es wunderbar, Gefühle zum Ausdruck zu bringen.» Früher habe Martina ihr des Öfteren Zeichnungen in ihrem Poesiealbum machen müssen: «Ich wurde immer dafür gelobt.» Dass die Bilder ihrer Schwester nicht abstrakt daherkämen, habe auch einen Grund. Denn Martina Tobler wolle den Ausdruck, welchen sie in sich aufnehme, auch so weitergeben, so real wie möglich. Bankleiter Ernst Zwingli, welcher durch die Vernissage führte, wies darauf hin, dass auch im Bankhauptsitz in Neu St. Johann Bilder ausgestellt seien, dort seien die Sujets vor allem Blumen.
Einen Erfolg konnte Martina Tobler bereits vor der offiziellen Vernissage verzeichnen. Es waren nämlich bereits sieben ihrer Werke verkauft worden. Einer der Käufer, welcher anonym bleiben wollte: «Ich kam in die Bank, verliebte mich sofort in das Bild. So habe ich es erstehen wollen, aber auch müssen.» Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Maura Kressig, welche mit ihrem Violin-Spiel ebenfalls viel Stimmung verbreitete.
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