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16.02.2008-
Aktuell
«Ein Fest und keine Festung»
Die UBS Arena Werdenberg
ist eine grosse Chance für die
Region, aber auch eine enorme Herausforderung – vor allem bezüglich Verkehr und Sicherheit. Einige Anstösser des Grossanlasses sehen sich schon heute als Verlierer.
Von Heini Schwendener Werdenberg. – In rund 110 Tagen steigt der grösste je in der Schweiz durchgeführte Sportanlass. Die Region Werdenberg ist mit dem Public Viewing in der UBS Arena auf dem Buchser Marktplatz sozusagen Teil der Fussball-EM. Das lokale Organisationskomitee informierte am Donnerstag in Werdenberg die Öffentlichkeit und insbesondere die Anrainer der UBS Arena über den Stand der Arbeiten. «Die Arena wird ein Imageträger der Region», davon ist Ernst Hanselmann als Vorsitzender des OK fest überzeugt, «wir hoffen auf ein tolles Fest mit vielen Familien». Alle 16 UBS Arenen in der Schweiz werden von einer Organisation geplant und betrieben. Sie sorgt auch für die Sicherheit in den Arenen. Die grosse Herausforderung für die lokalen OKs sind insbesondere die Bereiche Verkehr und Sicherheit um die Arena. Nachtverbindungen René Lenherr von Buchs Marketing erläuterte, dass die Träger des öffentlichen Verkehrs (SBB, Thurbo, Bus Sargans Werdenberg, Rheintal Bus AG) während der ganzen Euro vom 7. bis 29. Juni mit zusätzlichen Angeboten wie Nachtverbindungen in Richtung Sargans und St. Gallen mithelfen, den grossen Publikumsaufmarsch zu bewältigen. Dabei werden keine Nachtzuschläge erhoben. Das lokale OK zählt darauf, dass dieses Angebot rege genutzt wird, denn es gibt keine Parkplätze für die bis zu 5000 Besucher je Spiel in der Nähe der Arena. Vielmehr sei es nur schon eine Herausforderung, die Nachbarquartiere für deren Bewohner frei und befahrbar zu halten. Robert Bonderer, Kommandant der Buchser Feuerwehr, erläuterte das Parkkonzept mit dezentralen Parkplätzen im Raum Buchs Nord und bei der Rondelle. Aus logistischen und Kostengründen werden keine Shuttlebusse zur Arena verkehren. Die UBS Arena wird auch für die Kantonspolizei eine Herausforderung, wie Regionenchef Andreas Brunner erläuterte. Eine so hohe Polizeipräsenz wie während der Euro habe es in Buchs noch nie gegeben, «aber trotzdem soll die Euro ein Fest und keine Festung sein.» Nicht nur eitel Freue Anrainer der UBS Arena, insbesondere aus dem Städtli, äusserten grosse Bedenken und zeigten sich enttäuscht über das «unsensible Vorgehen der Organisatoren», die ihre Anliegen zu wenig berücksichtigt hätten. Der Standort Marktplatz sei für diese Grossveranstaltung nicht geeignet, zumal die Anstösser sonst schon viele Immissionen zu ertragen hätten. Ernst Hanselmann appellierte an die Toleranz. Ein Fest wie die Euro werde es in der Schweiz in den kommenden 30 Jahren wohl nie mehr geben. Dies sei eine Riesenchance für die Region Werdenberg. Dabei gebe es leider Leute, die mit unliebsamen Belastungen rechnen müssten. Partiell werde man aber versuchen, einige Anregungen dieses Abends umzusetzen. Fest steht, dass die Arena, wie ein Stadion, eine Stunde nach Spielschluss leer sein muss. Eine Fanmeile gibt es an der Bahnhofstrasse.
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